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Windelfrei - Kein Tier macht in sein Nest...

Was wäre, wenn...wir die Windel einmal weglassen?

Auf diesen Gedanken bin ich selbst bis vor wenigen Jahren
gar nicht gekommen. Im Krankenhaus nach der Geburt ist es
schließlich das erste, was den Babys angezogen wird.
Oftmals noch bevor sie das erste Mal auf den Bauch ihrer
Mutter gelegt werden.

Augenscheinlich sind wir im globalen Vergleich hygienisch
ganz vorne. Warum sitzen unsere Babys dann in ihren
Fäkalien?

Mittlerweile wird ernsthaft damit geworben, dass eine
Windel 12 Stunden (!) Trockenheit garantiert. Und das
mit großem Erfolg.
Habt ihr schon mal an einer frischen Wegwerfwindel gerochen?
Ich würde die nicht freiwillig an meine Haut lassen, aber für
unsere Kinder soll das gut sein? Ihnen sogar das Spielen angenehmer machen,
wie die Werbung verspricht.

Absurd: Wer möchte denn bitte, dass sein Baby 12 Stunden trocken ist? Das ist schlicht entgegen unserer Natur!
...Aber natürlich auch bequem. Denn ein Baby 12 Stunden nicht wickeln zu müssen, bedeutet auch nachts nicht aufstehen zu müssen, um die Windel zu wechseln.
Es verliert einen wichtigen Instinkt - und damit auch sein Körpergefühl.



Windelfrei - Fühl dich frei!



Was bedeutet Windelfrei nicht?

Entscheidest du dich dafür, dein Baby abzuhalten, ist es kein Töpfchen-Training. Es ist kein Programm, das das Baby oder dich unter Druck setzt. Es ist keine Alternative zu Wegwerfwindeln, sondern ein natürliches Bedürfnis.
Es ist nicht etwas für Mütter, die zu viel Zeit haben, denn du musst dein Baby nicht rund um die Uhr beobachten und jedes Pipi auffangen. Windelfrei ist für dein Baby nichts Neues.




Was ist Windelfrei (Elimination Communication)?

Bietest du deinem Baby Windelfrei(EC) an, hat dein Baby es dir eigentlich schon vorher angeboten. Es ist eine Kommunikationsform. Es ist ein Naturbedürfnis. Es ist durch verschiedene Lösungen vereinbar mit jeder Alltagssituation.
Es macht dein Baby glücklich und seelisch aber auch körperlich gesund, denn Wundsein nimmt sanfteste Ausmaße an und kommt in der Regel nur beim Zahnen vor.
Windelfrei ist eine wunderbare Möglichkeit für den Vater, schon früh mit dem Baby eine vertrauensvolle Bindung aufzubauen.



Was bewirkt Windelfrei?

Dein Baby ist zufriedener und ausgeglichener. Es weint weniger als ein Baby mit Windeln. Unsere kleinen Menschen bekommen ein ausgezeichnetes Körpergefühl und lernen früh, Körperprozesse zu benennen und zu lokalisieren.
Windelfrei stärkt die Bindung zwischen Mutter/Vater und Kind und schafft Urvertrauen. Warum das so ist?
Beginnst du Windelfrei vor dem sechsten, besser vor dem vierten Lebensmonat deines Kindes, wird es langsam echt Zeit, denkt sich dein Kind. Es signalisiert dir nämlich schon von Anfang an (!), wenn es mal muss. Diese Signale sind kein schwieriger Code, sondern je besser du dein Baby kennen lernst, umso leichter fällt es dir, sie zu verstehen. Du handelst nach Instinkt. Auch dein Vertrauen wird also gestärkt.



Was passiert danach?

Der Instinkt verkümmert nach und nach. Beiderseits. Denn auch dir fällt es leichter, dein Neugeborenes die meiste Zeit im Blick zu haben, als ein Kleinkind mit Entdeckungsdrang. Dein Baby verlernt buchstäblich, Bescheid zu sagen. (vgl. hierzu die Studie von Dr. Simone Rugolotto aus dem Jahr 2008)
Es ist zwar möglich, auch später mit Windelfrei zu beginnen, jedoch ist der Start etwas holpriger und es erfordert mehr Geduld. Ein Kleinkind lässt sich nicht so einfach davon überzeugen, eine Tätigkeit zu unterbrechen, um zur Toilette oder Töpfchen zu gehen, wenn es das nicht kennt. Dies hat mit der Gehirnreife und der damit einhergehenden Selbstständigkeit zu tun. Dein Kind hat sich in dem Alter schon Kategorien gebildet und gliedert sich damit seine Welt. Neues aufzunehmen fällt leicht, bestehende Dinge zu verändern muss behutsam angegangen werden.



Windelfrei in der Nacht? Ein Kinderspiel.

Kein Baby, kein Kind macht im Schlaf. Es ist tatsächlich das Einfachste der Welt!
Auch ich habe lange überlegt, ob ich es auch nachts versuchen soll und mir viele Gedanken gemacht.
Dabei weiß ich jetzt: Der Schlüssel ist: Einfach probieren, du wirst überrascht sein!
Unsere Tochter hat sowieso bei uns geschlafen, wurde sie wach, wurde ich es automatisch auch. Und es ist nicht so, dass sie wach wird und gleich lospinkelt. Sie hat einen Moment gewartet. Ich habe sie gestillt und mein kleines Töpfchen auf dem Nachttisch gehabt. So wie sie sich überstreckt hat, war sie froh, wenn sie es los war. Sie konnte entspannt weiter trinken und schlief gleich danach friedlich ein. Es hat also auch die Schlafqualität verbessert.
Je älter das Kind wird, also je mehr sich die Stillabstände vergrößern bzw. aufgrund von anderer Nahrung entfallen, umso deutlicher wird dieser Grundsatz: Dein Kind wird wach, weil es mal muss. Natürlich gibt es Ausnahmen, völlig klar. Zahnen, Alpträume, Hunger, Durst, … Aber ich spreche von der Regel. Diese habe ich nicht nur durch die Rezeption wissenschaftlicher Studien oder Bücher und Artikel zu dem Thema gesammelt. Diese sind sehr hilfreich und interessant. Aber mein Wissen beruht auf Praxis und ist ein Zeugnis eigener Lebenserfahrungen. Diese sind ganz besonders wertvoll.



Natürlich geht auch mal etwas daneben.

Windelfrei ist kein Programm, Menschen keine Roboter. Es kommt auch mal vor, dass etwas daneben geht.
Es gibt Tagesformen, Alltagsstress und die natürlichen Entwicklungssprünge. All diese Dinge prasseln auf unsere Babys ein. Wir brauchen Geduld, Verständnis und müssen uns selbst von dem Zwang befreien, alles richtig zu machen. Unser Baby bestimmt, was es möchte, kann und schafft und wir helfen ihm Schwierigkeiten zu überwinden.

Tritt dein Baby in den "Streik", ist guter Rat Gold wert. Lass dir helfen, diese Zeiten zu meistern, bleib beim Windelfrei - es lohnt sich.

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